Pixeldiskurs-Podcast #80 – Körperlose Stimmen

Wie selbstverständlich sprechen in digitalen Spielen körperlose Stimmen zu uns. Sei es, dass wir im Tutorial Instruktionen folgen oder andere Figuren uns über Funk zugeschaltet sind. Gelegentlich gar können wir uns kaum darauf verlassen, was jene Stimmen uns erzählen. Wir diskutieren den kulturhistorischen Status körperloser Stimmen und ihre implizite Autorität.

Außerdem geht es um That Dragon Cancer, Professionalität in der Overwatch League und die ‚Entsiffung‘ des Kulturbetriebs.

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A SURVIVOR IS BORN – Ludonarrative Dissonanz in Videospielen

Gerade von der Hochschule auf den Arbeitsmarkt verabschiedet, grün hinter den mit Kopfhörern verstöpselten Ohren, jung und naiv. Ein ungewohntes Bild, diese ehemals taffe Ikone. Von ihrem künftigen Status als sexuelles Glücksversprechen abertausender Jugendlicher zeugt lediglich der beachtliche Brustumfang, welcher mittlerweile auf glaubhaftes Niveau eingedampft wurde und leider das einzig Glaubhafte am aktuellen Tomb Raider (2013) sein dürfte. Wo alles mit einer stoischen Figur begann, die eher als Werkzeug der Spielenden funktionierte, steht jetzt eine junge Frau mit Charakterzügen. Dass diese allenfalls oberflächlich bleiben, ist nicht Gegenstand meiner Beobachtungen. Viel mehr geht es darum, ein Missverhältnis aufzuzeigen, eines, das sich als maßgeblich für das triviale Image moderner Videospiele erweisen könnte.

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