#178 – Through the Darkest of Times

Kaum wurde über eine kleine deutsche Produktion so viel berichtet und diskutiert, wie über Through the Darkest of Times. In einem klar antifaschistischen Gestus setzt sich der Titel von Paintbucket Games mit dem Nazi-Regime auseinander. Dabei deutet nicht nur das Zeigen von Hakenkreuzen darauf hin, dass hier kein Blatt vor den Mund genommen wird. Ein wichtiges Spiel ist Through the Darkest of Times also unbedingt, aber ist es auch ein gutes Spiel? Diese Frage diskutieren wir im Kontext unserer Rezension.

Außerdem geht es um den rassistischen Terroranschlag von Hanau, die Relevanz von non-disclosure agreements und die anstehende Reform des Jugendschutzgesetzes.

Inhalt:

00:00 – 00:27 Spielewoche
00:27 – 01:06 Presseschau
01:06 – 01:51 Thema der Woche

Shownotes:

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Über Stefan Heinrich Simond

Stefan Heinrich Simond (shs) publiziert und unterrichtet im Bereich der Game Studies am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Er promoviert zur Konstruktion psychischer Krankheiten und psychiatrischer Institutionen in digitalen Spielen, ist Chefredakteur bei pixeldiskurs.de und hostet den wöchentlichen Pixeldiskurs-Podcasts.

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Über Ramin Siegmund

Ramin Siegmund, M.A. Erziehungs- und Bildungswissenschaften, lehrt und forscht an der Philipps-Universität Marburg im Bereich der Erwachsenenbildung. Die Faszination von Videospielen begleitet ihn sein Leben lang und findet unter anderem Einzug in seine Lehre, bspw. zum Thema Gamification, Computerspielpädagogik und Game-based Learning.

3 comments

  1. Ach, wie erfreulich, euch wieder zu hören! 🙂

    Stefan, schön, dass du wieder fit(ter) bist! Du erwähntest, dass es ein Video deiner Dreams-Kreation gibt und dann musste ich nun doch gleich mal schauen, was du da erschaffen hast. Und ich muss sagen: fantastisch! Ich hoffe sehr, dass du daran weiter arbeitest, denn: WAS IST IN DIESEM PAKET?? Und wer ist diese Frau? Und wo kommen ihre Schuhe her? Fragen über Fragen… Mir hat neben dem sehr gelungenen Prolog insbesondere der surreale Wald sehr gut gefallen (ich stehe einfach auf übergroße Pilze…;) … da waren doch Pilze, oder??)
    Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf deine Rezension zu Dreams. Habe die Entwicklung des Projekts ein wenig mitverfolgt und bin immer noch sehr traurig (und als PC Masterrace-Frau vielleicht auch ein klein wenig gekränkt), dass es sich um einen (noch??) Konsolen-exklusiven Titel handelt.

    Sehr amüsant fand ich ja euren Austausch über Spinnen… 😀 Wobei ich zugeben muss, dass die Dusch-Story wirklich traumatisch klang.

    Ihr wolltet wissen (oder du allein, Ramin??), ob wir es auch so handhaben, absurde Spiele als Ausgleich zu spielen. Ehrlich gesagt ist mein Berufsleben manchmal so absurd, dass ich gerne ein völlig nicht-absurdes Spiel als Ausgleich bevorzuge… Und da ihr ja nach den absurdesten Game-Erfahrungen fragtet, kann ich eine absurde Erfahrung aus meinem Beruf teilen, die immerhin game-related ist (wenn auch schon eine ganze Weile her, aber einfach so schön plakativ): ich sitze im Büro an einer meiner Arbeitsstellen, bei der ich mit Jugendlichen (Alter ca. 16+) zu tun habe und führe mit einer jungen Frau ein tiefgründiges Gespräch. Plötzlich wird die Tür aufgerissen, ein Jugendlicher rennt in den Raum, brüllt gröhlend „FORTNITE!!!“, rennt wieder raus – und schmeißt im Rausrennen die Tür hinter sich zu.
    … Die Klientin und ich schwiegen erstmal…
    Da habe ich glaube ich wirklich kurz gecheckt, ob ich gerade träume…

    Eure Gedanken zum Entwurf des neuen Jugendschutzgesetzes fand ich sehr interessant. Insbesondere die Idee, eine Art zweite USK-Prüfung nach beispielsweise einem halben Jahr durchzuführen, gefällt mir. Gerade in Zeiten, in denen Games as a Service immer mehr Schule machen, erscheint mir das sehr sinnvoll. Ich erinnere mich auch an Life is strange, das ja von der USK die 12er-Bewertung sicher im Bezug auf die erste Episode bekam. Die letzte hingegen hätte die 12er-Freigabe zumindest von mir nicht mehr bekommen.
    Und damit, dass insbesondere in der heutigen Zeit die Aufgabe, den jungen Menschen Medienkompetenz beizubringen, immer wichtiger wird, sprecht ihr sicher nicht nur mir aus der Seele.

    Danke auch für eure sehr aufschlussreiche Rezension zu „Through the Darkest of Times“. Ich habe die entsprechende „Auf ein Bier“-Folge natürlich auch gehört und habe schon darauf gehofft, von euch auch noch etwas zum Spiel zu hören. Schade, dass offenbar einiges versäumt wurde, was dem Spiel mehr Tiefgang verliehen hätte.

    Und Ramin: schön, dass du dabei bist. 🙂

    1. Danke Jessica für deinen Kommentar! 🙂

      Dein Fortnite-Erlebnis klingt wirklich ziemlich absurd. Und trotzdem hat der alte Mann in mir die – vielleicht unbegründete? – Sorge, dass solche Erlebnisse nicht die letzten sein werden, bei der Beliebtheit von Fortnite :). Aber hey, er hätte auch auf eurem Tisch einen der berüchtigten Fortnite-Tänze machen können… :D.

      Medienkompetenz ist wirklich ein schönes, interessantes und heutztage ein gleichwohl komplexeres Thema geworden…vielleicht sollten wir uns dem mal annehmen

      Danke auch für deine Willkommensgrüße :).

      1. Lieber Ramin,

        stimmt, so einen Fortnite-Dance auf dem Tisch hätte ich ihm sogar durchaus noch zugetraut. 😀 *Kopfkino*
        Allerdings habe ich das Gefühl, dass wir den Fortnite-Zenit schon überschritten haben… aber vielleicht täusche ich mich da auch; habe mich in letzter Zeit nicht mehr allzu sehr mit der Fortnite-Thematik beschäftigt.

        Eine Folge, in der ihr auch die Medienkompetenz aufgreift, fände ich im Übrigen tatsächlich mal sehr spannend. Auch eure Idee, mal eine „Frage-Folge“ zu machen, gefällt mir sehr. Ich bin gespannt, ob und wann wir was davon hören… 🙂

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