#171 – Stärker mit Games (mit Niels Boehnke)

Zwar machen wir diese Woche Urlaub und verzichten daher auf Spielewoche und Presseschau, doch wollen wir euch unser Gespräch mit Niels Boehnke nicht vorenthalten. Als Programmleiter der Initiative Stärker mit Games und gefördert durch die Stiftung Digitale Spielekultur organisiert Niels Boehnke Bündnisse mit lokalen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, um diese im Kontext von Workshops und Camps nicht nur an eine reflektierte Auseinandersetzung mit Computerspielen heranzuführen, sondern auch gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen Spiele zu entwickeln.

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Über Stefan Heinrich Simond

Stefan Heinrich Simond (shs) publiziert und unterrichtet im Bereich der Game Studies am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Er promoviert zur Konstruktion psychischer Krankheiten und psychiatrischer Institutionen in digitalen Spielen, ist Chefredakteur bei pixeldiskurs.de und hostet den wöchentlichen Pixeldiskurs-Podcasts.

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Über Tobias Klös

Tobias Klös (tk), M.A. Erziehungs- und Bildungswissenschaft, ist seit 2016 Co-Host des Pixeldiskurs-Podcasts. Im Bereich der Game Studies interessiert er sich für Game-Based-Learning, Gamification, Kulturindustrie. Ausserdem spielt er leidenschaftlich Dance-Dance-Revolution.

1 comment

  1. Ui, das war wieder eine super spannende Folge, vielen Dank! (Und ich prügle mich mit meinem kleinen Knight immer noch durch Hollow Knight…)
    Ich arbeite ja selbst momentan beruflich hauptsächlich mit jungen Menschen aus bildungsfernen Kontexten und konnte daher an vielen Stellen schmunzelnd zustimmen, z.B. über die besondere Wichtigkeit der Selbstwirksamkeitserfahrung / Möglichkeit, mal selbst in die Expertenrolle zu schlüpfen oder die sehr geringe Aufmerksamkeitsspanne. Auch erlebe ich es selbst ebenfalls so, dass diese Elternhäuser häufig weniger interessiert sind an den Kindern und dem, was sie tun. In den Gesprächen mit „meinen“ Jugendlichen bekomme ich allerdings oft den Eindruck, dass es sich nicht um mangelndes Interesse per se handelt, sondern eher um allgemeine Überforderung, (psychische) Erkrankung, Abhängigkeitserkrankungen etc. Sehr berührt hat mich allerdings umgekehrt mal eine junge Frau in einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme, deren Eltern als einzige in den drei Jahren die ich dort bin, zur Abschlussfeier kamen, schick angezogen, und ihrer Tochter vermittelt haben, wie stolz sie auf sie sind.
    Ebenfalls teile ich Niels‘ Erfahrung zum mangelnden Selbstvertrauen vieler dieser Kinder/Jugendlicher. Vielleicht ist es auch eine Altersfrage (ich habe ja eher mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu tun), aber ich erlebe auch eine zweite Gruppe junger Menschen: die, die sich maßlos selbst überschätzen. Allerdings sicher auch als Abwehr der Minderwertigkeitsgefühle zu verstehen…

    Ihr habt sehr viel über die Gamedesign-Workshops gesprochen, was sehr interessant war. Allerdings spracht ihr auch von Fortnite etc.; mich hätte sehr interessiert, wie Workshops zu solchen „fertigen“ Spielen dann ablaufen, welche Reflektionsprozesse angestoßen werden usw. Wird eine kritische Auseinandersetzung mit manchen Inhalten oder dem zeitlichen Ausmaß des Spielens möglich?

    Bei eurem Gespräch über potenziell entstehende Shooter-Games und deren Abwandlung musste ich schmunzeln… Während meines Psychologie-Studiums haben wir für ein Experiment mal Team Fortress 2 so abgewandelt, dass Dosen gesammelt und in einen Korb geworfen werden mussten… 🙂

    Schön! Ihr seid mit einem spannenden Thema ins neue Jahr gestartet!

    Herzlichst,
    Jessica

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