Pixeldiskurs-Podcast #150 – Sky: Children of the Light

Als thatgamecompany bekannt gaben, dass ihr nächster Titel nach dem enorm erfolgreichen Journey ein vorerst exklusives Mobile Game wird, mögen sich die ein oder anderen Augenbraun vor Verständnislosigkeit gehoben haben. Mittlerweile ist Sky: Children of the Light erschienen – und zwar als free-to-play-Titel. Wir rezensieren das romantisch-meditative Abenteuer und diskutieren, ob die Umsetzung als Mobile Game funktioniert.

Außerdem geht es um die Veröffentlichung von Wolfenstein Youngblood, Geschlechterstereotype im Vergleich und politischen Strukturpessimismus.

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Inhalt:

00:00:00 – 00:21:16 Spielewoche
00:21:16 – 00:57:53 Presseschau
00:57:53 – 02:10:33 Thema der Woche

Shownotes:

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Über Tobias Klös

Tobias Klös (tk), M.A. Erziehungs- und Bildungswissenschaft, ist seit 2016 Co-Host des Pixeldiskurs-Podcasts. Im Bereich der Game Studies interessiert er sich für Game-Based-Learning, Gamification, Kulturindustrie. Ausserdem spielt er leidenschaftlich Dance-Dance-Revolution.

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Über Stefan Heinrich Simond

Stefan Heinrich Simond (shs) publiziert und unterrichtet im Bereich der Game Studies am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Er promoviert zur Konstruktion psychischer Krankheiten und psychiatrischer Institutionen in digitalen Spielen, ist Chefredakteur bei pixeldiskurs.de und hostet den wöchentlichen Pixeldiskurs-Podcasts.

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Über Natascha Balduf

Natascha Balduf (nb) hat an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Master Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft studiert und promoviert gegenwärtig am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg zur Darstellung geschlechtlicher Körper in digitalen Spielen.

3 comments

  1. Dass in England „Narben“ nicht mehr in Filmen gefördert werden, zeigt doch wie absurd die Diskussion doch manchmal ist. Wer sagt denn dass die Darstellung denn immer negativ sein muss?
    Übergewicht gilt auch als anerkannte Krankheit und Menschen verbinden sehr negative Gefühle damit. Und trotzdem wird zurecht gefordert, dass auch Menschen mit Übergewicht in Filmen stattfinden können. Gäbe es keine Menschen mit Narben in Filmen, würde man sich genauso fragen warum diese nicht stattfinden.
    Der Kontext ist nur wichtig. Man kann auch „Vergewaltigungen“ in seinem Film vorkommen lassen und es muss nicht zwangsläufig Frauen-feindlich sein. Ganz im Gegenteil sogar.

    Ich frage mich auch ob es überhaupt sinnvoll ist, wenn man beispielsweise ein genaues Frauen-Bild definiert, welches nicht Frauen-feindlich ist. Hat man denn nicht genau genommen einen weiteren Stereo-Type, an dem sich Autoren dann automatisch immer bedienen um bestimmten Risiken aus dem Weg zu gehen? Das Gleiche trifft auf das Zählen von Minderheiten und weiblichen Darstellern in Spielen und Filmen zu. Wenn man danach gehen würde, wären Filme wie Black Panther mit nur „schwarzen“ Darstellern auch nicht möglich. Da er für sich allein genommen nicht divers genug wäre.
    Ich glaube man muss auch gar nicht groß von außen da etwas den Schaffenden aufdrücken. Glaube das Problem liegt eher darin, dass Leute mit neuen Ideen, die vom Standard abweichen, aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt werden.

    1. Genau, ich hoffe, ich habe das im Cast nicht falsch dargestellt. Ich meine mich entsinnen zu können, gesagt zu haben, dass es spezifisch um Antagonisten geht, deren Boshaftigkeit maßgeblich durch Narben veranschaulicht wird; e.g. Joker.
      Ich denke allerdings auch, dass es der falsche Weg ist, von außen Kreativschaffenden Vorschriften zu machen. Das passiert in diesem Fall aber auch nicht, da Filme mit vernarbten Schuften ja dennoch produziert werden können; sie haben dann nur keine Chance auf die Britische Filmförderung. Das wiederum führt möglicherweise dazu, dass mehr Filme gefördert werden, die auf jene Stereotypen nicht abheben und verbessert so die wirtschaftlichen Chancen von Produktionen mit ‚etwas‘ mehr Diversität.

  2. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ging es um die Verbindung von Narben und ‚Bösewichten‘. Black Panther schon funktionieren, da weiße Darsteller*innen ja nicht insgesamt unterrepräsentiert sind. Insgesamt wünsche ich mir aber auch eine Film und Spielkultur in der das einfach keine Rolle mehr spielt, weil es keine einseitige Darstellung mehr gibt. 🙂

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