Pixeldiskurs-Podcast #125 – Comfort Games

Es gibt Spiele, zu denen wir auch viele Jahre später immer wieder zurückkehren; weil sie Trost spenden, weil sie uns das Gefühl geben, wenn auch nur für einen Moment, alles sei okay. Wir wollen jene Titel als Comfort Games bezeichnen und mit dieser Folge würdigen.

Außerdem geht es um Donut County, die Marktdominanz von Steam und Hörbücher.

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Inhalt:
00:00:00 – 00:23:29 Spielewoche
00:23:29 – 00:53:10 Presseschau
00:53:10 – 01:48:10 Thema der Woche

Shownotes:


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Über Tobias Klös

Tobias Klös (tk), M.A. Erziehungs- und Bildungswissenschaft, ist seit 2016 Co-Host des Pixeldiskurs-Podcasts. Im Bereich der Game Studies interessiert er sich für Game-Based-Learning, Gamification, Kulturindustrie. Ausserdem spielt er leidenschaftlich Dance-Dance-Revolution.

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Über Stefan Heinrich Simond

Stefan Heinrich Simond (shs) publiziert und unterrichtet im Bereich der Game Studies am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Er promoviert zur Konstruktion psychischer Krankheiten und psychiatrischer Institutionen in digitalen Spielen, ist Chefredakteur bei pixeldiskurs.de und hostet den wöchentlichen Pixeldiskurs-Podcasts.

3 comments

  1. Hallo zusammen,

    erst einmal vielen Dank für diese Folge – und die anderen natürlich.
    Beim Hören dieser Folge habe ich quasi minütlich auf das bereits so häufig erwähnte „Mini Metro“ gewartet, das für mich schon lange zu einem Comfort Game geworden ist. Ähnlich wie bei dem Beispiel Candy Crush ist Mini Metro fast schon wie ein Ritual in meinem Alltag – insofern, als ich abends vor dem Schlafen noch schnell die tägliche Herausforderung spiele um dabei noch mal den Tag Revue passieren zu lassen.

    Grundsätzlich möchte ich zu eurer Erkenntnis noch anmerken, dass vielleicht zwischen verschiedenen Typen der Comfort Games unterschieden werden sollte. Da haben wir zum Einen die Spiele, die uns ein Wohlbefinden bescheren, bzw in denen wir uns fallen lassen können. Dies hängt natürlich auch damit zusammen, wie immersiv ein Spiel ist, aber dennoch würde ich dabei zwischen einem Resident Evil und einem Firewatch unterscheiden, auch wenn beide auf ihre Art fesselnd sind und den Spieler einsaugen. Im Übrigen sind in meinen Augen besonders Walking Simulator als solche Wohlfühl-Spiele geeignet.

    Als nächstes haben wir Spiele, die zwar fesseln, aber keine Entspannung liefern, sondern ganz klar den Fokus auf sich ziehen – so zum Beispiel DDR, Guitar Hero und Co.

    Als Drittes haben wir die Prokrastinationsspiele. Hierzu würde ich Candy Crush oder Farmville zählen, da sie zwar als Entspannung dienen können, in erster Linie aber dem Zeitvertreib oder sogar der Zeitüberbrückung dienen. Es mag Ausnahmen geben, aber bei diesen Spielen wird häufig der Fortschritt in den Hintergrund gestellt und die Farm eher wie eine Art Zen Garden gepflegt – ohne (erreichbares) Ziel, Sinn oder Erfolgserlebnis.

    Dies als kleine Anmerkung bzw. Ergänzung.

    Und um eure Frage zu beantworten: Mini Metro, Threes, Firewatch. Aber selbst ein Assassins Creed kann entspannend sein, wenn man die Story außen vor lässt und einfach sinnfrei flaniert.

    In diesem Sinne. Viele Grüße, Christian

    1. Lieber Christian,

      vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar.

      Besonders den ‚Ritualcharakter‘ von Comfort Games, den du ansprichst, finde ich ausgesprochen spannend. Letztlich mag ein Grund für die tröstende Funktion jener Titel auch in der ritualisierten Rezeption liegen; e.g. immer, wenn ich von der Arbeit komme, spiele ich eine Runde Candy Crush.

      Threes hatte ich tatsächlich auch noch nicht auf dem Schirm, wobei ich bei Firewatch voll und ganz zustimmen kann. Insbesondere wenn es um die Verarbeitung von Verlustschmerz und unerfüllter Sehnsucht geht, erscheint mir Firewatch ein wichtiger Titel!

      Herzlichst,

      Stefan

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