Thimbleweed Park: Zwischen Pixelkunst und Mediennostalgie

Das neue Adventure von Ron Gilbert und Gary Winnick führt uns zurück in die Vergangenheit. Genauer gesagt, in das Jahr 1987, in dem Thimbleweed Park spielt oder besser gesagt, als Retro-Game gespielt wird. Schafft es Thimbleweed Park, den Charme der Vergangenheit einzufangen und ihn mit modernem Game Design zu kombinieren oder schwelgt das neu-alte Adventure zu sehr in Mediennostalgie?

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Pixeldiskurs-Podcast #19 – Quo vadis, Point & Click?

"Wirf Wachs-Lippen in Feuer, Benutze Feile auf Nashorn-Fußnägel, Benutze Feile auf Schloß, Nimm sagenhaftes Idol -"Uff! Das war knapp! Aber immerhin hab ich das Idol!"  

(Monkey Island 1)

Wir waren Piraten und betäubten Pudel, um an das sagenhafte Idol des Gouverneurs zu kommen. Wir suchten mit unserem Vater nach dem heiligen Gral. Wir verhinderten die Weltherrschaft eines größenwahnsinnigen Tentakels. Point & Click-TItel haben schon lange die Herzen von Stefan und Tobi berührt, mit ihrem Hang zum absurden Humor und seinen bisweilen kniffeligen Rätseln. Daher widmet sich diese Folge im Thema der Wochen einmal dem nicht totzukriegendem Rätselspass und zu Gast ist dafür Abenteurer Kevin Pauliks.

Außerdem geht’s um die ideologische Schiefheilung von Horror-Clowns, Zeitdruck für Spiele-Rezensionen und sexistische Regeln für Cosplayer.

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Shownotes:

Interstellare Ethik

Manchmal bin ich unentschlossen. Ignoriere ich den Wecker, oder wälze ich mich aus dem Bett? Schmiere ich Marmelade oder einen Haselnuss-Nugat-Papp auf mein Brötchen? Star Wars- oder Band-Shirt? Aber es gibt seit Kurzem tiefschürfendere Fragen in meinem Leben. Kann ich es zum Beispiel mit meinem Gewissen vereinbaren, eine Geisel anzuschießen? Werde ich nachts schlafen können, nachdem ich meinem Hund eine Injektion verpasst habe, die ihn töten könnte? Und kann ich es riskieren, dass meinem treuesten Freund der Arm abgehackt wird?

Ich kann. Und die Tatsache, dass das Spiel, welches eben diese Konflikte aufwirft, mein Nutzen kalkulierendes Denken weckt, fordert und es vor allem unabdingbar macht, Opfer zu bringen und zu bestimmen, packt mich am meisten.

Gods Will Be Watching stellt vor die Wahl: Reinen Gewissens scheitern, oder moralisch zweifelhaft gewinnen.
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