Buchrezension: Zwischen|Welten – Atmosphären im Computerspiel

Dass Computerspiele irgendwie atmosphärisch sind, dieser These würde wohl niemand sofort widersprechen. Inwiefern sich diese Atmosphären aber äußern oder manifestieren, das zu beschreiben ist eine viel größere Herausforderung. Dieser stellen sich Sebastian Standke (M.A. Inszenierung der Künste und der Medien) und Christian Huberts (Dipl.-Kult.), die in der Game Studies-Reihe von vwh gemeinsam den Sammelband Zwischen|Welten – Atmosphären im Computerspiel herausgegeben haben. Weiterlesen

Unbunt – und unrund.

Eigentlich hätte ich gerne mehr erfahren über den Helden Monochromas, den Jungen mit dem roten Schal und der Ballonmütze. Was bringt ihn dazu, seinen verletzten und verängstigten kleinen Bruder Meter um Meter Huckepack zu tragen, weg von Zuhause? Warum lebt er in einer dystopischen Welt, die so trist, technisch und totalitär erscheint; und was macht diese Welt aus? Aber eine andere grundlegende Frage drängt sich immer wieder schmerzlich in mein Bewusstsein. Und die beschäftigt sich mit der Welt außerhalb des Spiels: Wie habe ich es vermeiden können, meinen PC aus akutem Frust aus dem Fenster zu werfen?

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Let’s Die: Eine kleine Chronologie des Computerspieltodes

In Computerspielen stirbt man oft. Sogar sehr oft. Je nachdem, wie gut man spielt. Tod und Sterben wird zur elementaren Herausforderung. Der Computerspieltod übernimmt aber auch eine symbolische Funktion, indem er auf den realen Tod verweist.

Schaut mit uns eine kleine Chronologie des Todes an. In welchen Spielen seid ihr am liebsten gestorben, oder habt es vielleicht am meisten gehasst?

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A SURVIVOR IS BORN – Ludonarrative Dissonanz in Videospielen

Gerade von der Hochschule auf den Arbeitsmarkt verabschiedet, grün hinter den mit Kopfhörern verstöpselten Ohren, jung und naiv. Ein ungewohntes Bild, diese ehemals taffe Ikone. Von ihrem künftigen Status als sexuelles Glücksversprechen abertausender Jugendlicher zeugt lediglich der beachtliche Brustumfang, welcher mittlerweile auf glaubhaftes Niveau eingedampft wurde und leider das einzig Glaubhafte am aktuellen Tomb Raider (2013) sein dürfte. Wo alles mit einer stoischen Figur begann, die eher als Werkzeug der Spielenden funktionierte, steht jetzt eine junge Frau mit Charakterzügen. Dass diese allenfalls oberflächlich bleiben, ist nicht Gegenstand meiner Beobachtungen. Viel mehr geht es darum, ein Missverhältnis aufzuzeigen, eines, das sich als maßgeblich für das triviale Image moderner Videospiele erweisen könnte.

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