Flash-Tipp: Every Day The Same Dream

Jeden Tag schalten wir verschlafen den Wecker aus und schälen unseren übernächtigten Körper aus den Kissen. Jeden Tag werfen wir uns ein mehr oder weniger generisches Outfit über, Frühstück, ein kurzer Abschiedskuss. Jeden Tag klicken wir tausendfach auf Computermäuse, lochen, heften ab, archivieren, dokumentieren. Jeden Tag sinken und fallen die Kurse, leiern die Radios, summen die Motoren. Jeden Tag synchronisieren wir uns mit den Maschinen. Jeder Tag gleicht jedem anderen, jeder Mensch jedem anderen. Jeden Tag haben wir den gleichen Traum.

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GameLab-Podcast #1 – Retro-Gaming, Tomb Raider & die ludonarrative Dissonanz

Bei angenehmen 35 Grad startet unsere Premiere in der geräumigen Tonkabine des Marburger Medienzentrums. Wir unterhalten uns mit Sebastian Felzmann vom Karlsruher Institut für Technologie über Retro-Gaming und Mediennostalgie (00:03:38), rezensieren den aktuellen Reboot der Tomb Raider-Reihe (00:44:28) und echauffieren uns über das Phänomen der ludonarrativen Dissonanz.

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Gedanken zu Videospielen: Is it (obviously) a men’s world?

Blau für Jungs, Rosa für Mädchen. Spielzeugpistolen und ferngesteuerte Autos für Buben, Puppenhäuser, Barbies und Schminke für kleine Fräuleins: Zuschreibungen, die vermutlich schon vor Äonen tief in den Köpfen vieler Menschen gewurzelt haben. Zuschreibungen, die noch heute gelten. Zuschreibungen, die allerdings einmal gründlich überdacht werden sollten. Ich sträube mich dagegen, dass Mädchen schon früh in die Schublade PINK! PONIES! FEEN! SHOPPING! EINHÖRNER! GLITZER! NOCH MEHR PINK! UND PLÜSCH! einsortiert werden. Natürlich hat jeder seine Interessen. Und natürlich gibt es Frauen und Mädchen, die auf eben jenen Kram absolut abfahren. Aber das Ganze sollte irgendwo auch Grenzen haben. Denn diese frühe, strikt geschlechtsspezifische Prägung, im Fall von Mädchen auch Pinkification genannt, trägt systematische Züge und vermittelt Rollenvorbilder, die vielleicht nicht ganz unzweifelhaft sind.

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A SURVIVOR IS BORN – Ludonarrative Dissonanz in Videospielen

Gerade von der Hochschule auf den Arbeitsmarkt verabschiedet, grün hinter den mit Kopfhörern verstöpselten Ohren, jung und naiv. Ein ungewohntes Bild, diese ehemals taffe Ikone. Von ihrem künftigen Status als sexuelles Glücksversprechen abertausender Jugendlicher zeugt lediglich der beachtliche Brustumfang, welcher mittlerweile auf glaubhaftes Niveau eingedampft wurde und leider das einzig Glaubhafte am aktuellen Tomb Raider (2013) sein dürfte. Wo alles mit einer stoischen Figur begann, die eher als Werkzeug der Spielenden funktionierte, steht jetzt eine junge Frau mit Charakterzügen. Dass diese allenfalls oberflächlich bleiben, ist nicht Gegenstand meiner Beobachtungen. Viel mehr geht es darum, ein Missverhältnis aufzuzeigen, eines, das sich als maßgeblich für das triviale Image moderner Videospiele erweisen könnte.

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coming soon…

Wir bereiten derzeit die Premiere eines Podcasts vor, der im Rahmen des studentischen Game Studies-Kolloquiums an der Philipps-Universität Marburg entsteht. Unser Anspruch besteht darin, eine Brücke zwischen der wissenschaftlichen Betrachtung von Videospielen als kulturelle Praxis einerseits und dem passionierten Gaming andererseits zu schlagen. Schwerpunktthemen in einzelnen Episoden, hermeneutische Interpretationen, Interviews mit WissenschaftlerInnen und AutorInnen, aber auch Rezensionen aktueller Spiele und Diskussionen über Geschehnisse aus der Videospielbranche stehen im Fokus des Casts.

Also bis zur Premiere!

– Stefan Simond