Pixeldiskurs-Podcast #3 – Von Kerzen, Briten und Puppenfingern

Neuzugang am Mikrofon! Sebastian Möller ist als neuer Co-Host mit dabei und übrigens gibt’s unseren Cast von nun an wöchentlich. Jeden Sonntag könnt ihr uns lauschen, manchmal mit Gästen, manchmal ohne, manchmal mit Vortrag, manchmal ohne. Garantieren können wir immer für ein informiertes, unterhaltsames Gespräch und Stefans muskalische Blamagen.

Diesmal dreht sich natürlich alles um den Brexit. Ähm. Rainer Sigl. Ähm. Die E3.

 

Download (Rechtsklick -> Ziel speichern unter…)

Wenn ihr unserem Podcast langfristig zu folgen beabsichtigt, abonniert unseren RSS-Feed oder labt euch an iTunes.

Weiterlesen

Pixeldiskurs-Podcast #2 – Vortragsreihe zu Serious Games

Am 10. Juni 2016 haben wir im Rahmen von Campus Marburg zu einer Vortragsreihe mit dem Titel „Why so serious? – Eine kritische Auseinandersetzung mit ernsten Videospielen“ geladen. Organisiert von Bernhard Runzheimer und Kevin Pauliks fanden vier Kurzvorträge mit anschließender Diskussion statt und drei davon könnt ihr euch in diesem Podcast zu Gemüte führen.

Den Anfang macht Jan Baart, der sich auf Spurensuche nach frühen Serious Games begibt und etablierte Kategorien jener vorstellt. Im Anschluss liefert Alexander Henß eine Analyse der Spielmechanik von This War Of Mine als Anti-Kriegsspiel. Zu guter Letzt spricht Kevin Pauliks dann über die Implikationen von Permadeath sowie dessen Reflexion in Life Goes On: Done To Death.


Download 
(Rechtsklick -> Ziel speichern unter…)

Wenn ihr unserem Podcast langfristig zu folgen beabsichtigt, abonniert unseren RSS-Feed oder labt euch an iTunes.

Weiterlesen

Tiny Palace – Ein alternatives Games-Festival in Kassel

Vom 20.-22. Mai findet im Interim Kassel ein alternatives Games-Festival mit dem Titel Tiny Palace statt. Da finden sich dann Menschen zusammen, die Kunst machen, die über Spiele schreiben und auch welche, die Spiele entwickeln. Einen Gamejam soll es geben und spannende Vorträge sowie Diskussionsrunden. Und eine „Parrrr(~^_^)~rrty“.

Heiko Schmelz (seines Zeichens Mitglied des Marburger Game Studies-Kolloquiums und Installationskünstler) wird dort mit einer mysteriösen Achievement Machine vertreten sein, deren nähere Funktion unter strenger Geheimhaltung steht. Und Stefan Simond (seines Zeichens Verfasser dieser Zeilen und von sich zwecks professionellem Klang in der dritten Person sprechend) wird sich anhand der Achievement Machine ein paar Notizen zum Thema Belohnungskultur machen und diese dann vortragen, damit eine rege Diskussion entsteht, inwiefern das beständige Verlangen nach ‚Achievements‘ unsere Beziehung zur Welt beeinflusst.

Weiterlesen

Pixeldiskurs-Podcast #1 – Comeback

Wir sind zurück! Sophie Bömer und Stefan Simond stellen euch das neue Podcast-Konzept vor. Unter anderem geht es um feministische Kritik, die Beerdigung der PS2 und natürlich um Jan Böhmermann. Gast diesmal: Annika Simon.

 

Download (Rechtsklick -> Ziel speichern unter…)

Wenn ihr unserem Podcast langfristig zu folgen beabsichtigt, abonniert unseren RSS-Feed oder labt euch an iTunes.

Weiterlesen

Jesus liebt mich? – Interview mit GameChurch Deutschland

Ein bisschen befremdlich wirkt es ja selbst auf mich als bekennender Agnostiker. Jesus mit Headset und Gamepad. Das kann doch eigentlich nur Satire sein! – „Ganz im Gegenteil“, sagen Daniel Fahl und Johannes Blank von GameChurch Deutschland. Die Provokation sei ein wichtiges Mittel, um mit Vorurteilen aufzuräumen und ins Gespräch zu kommen.

Genau diesem Impuls bin ich gefolgt und habe mir von den beiden erklären lassen, warum es denn so unbedingt notwendig sei, auf der Gamescom die Botschaft „Jesus liebt dich!“ zu verbreiten, welche Zielgruppe ihre Gamerbibel mit dem Titel Jesus For The Win adressiert und inwiefern christlicher Glaube die Perspektive auf digitale Spiele verändert.

 

Download (Rechtsklick -> Speichern unter…)

Weiterlesen

Let’s Play pazifistisch GTA V

Da Let’s Plays derzeit cool sind, wollen auch wir uns ein Stück vom Kuchen abschneiden. Wer bitte ist Gronkh? Doch so einfach machen wir uns die Sache nicht. Unter dem Label Let’s Play pazifistisch vergreifen wir uns an alten wie modernen Titeln, um herauszufinden, wie weit wir kommen, ohne unmittelbar Gewalt auszuüben. Unser pazifistischer Idealismus ist von gnadenloser Konsequenz: Erfordert das Spiel zum Weiterkommen etwa einen Menschen zu erschießen, dann war’s das.

Nachdem uns die postapokalyptische Dystopie von The Last of Us in der letzten Episode gnadenlos abstrafte, versuchen es Kevin Pauliks und Stefan Simond nun als friedfertige Gangster. Weit führt die Sache allerdings nicht; bei Banküberfällen nimmt die Polizei wenig Rücksicht auf die moralischen Ideale der Täter.

Die Schwere der Leichtigkeit: Warum der Mond in Bloodborne blutet

Der folgende Artikel enthält einen schwachen Spoiler für eine Szene in Bloodborne – der Kampf gegen Rom, the Vacuous Spider.

Kein einziges Wort wurde gesprochen. Noch als ich an einer Zigarette saugend aus dem Fenster starre, der Controller für den Moment unbeachtet auf dem Teppich liegt, staune ich darüber, wie eindringlich ein Spiel mich ergreifen kann – ohne ein einziges Wort zu verlieren.

Ich habe nun keine einschlägige Erfahrung mit den Souls-Spielen – ich weiß, möge die Schande meinen Leib zerfressen. Vielleicht wirkt Bloodborne deshalb eine so große Faszination auf mich aus. Es ist ein wunderschönes Spiel; man möchte gar nicht wegschauen und deshalb tun einem irgendwann die Augen weh. Es ist aber auch ein wahnsinnig forderndes Spiel; man möchte gar nicht aufhören, sondern den Fehler suchen, es das nächste Mal besser machen und deshalb tun einem  irgendwann die Finger weh. Alleine für die Balance zwischen Frustration und Zen-Meditation, die ich in kaum einem anderen Spiel so erfahren durfte, lohnt sich der Trubel.

Ein gnadenloses Stück Software, komplex, präzise und atemberaubend schön. Das alles hatte ich erwartet. Und doch fand ich mich am Fenster stehend in einer seltsamen Konfusion, einer ganz besonderen Ambivalenz. Gerade hatte ich Byrgenwerth erkundet, ein altes Universitätsgebäude. Von dessen Balkon aus fiel ich auf den Grund des Mondsees. Eine weite Leere umfing mich, in der Ferne eine leuchtende Kreatur. Rom, the Vacuous Spider, ist ein behäbiges Insekt, ungelenk mit einem klobigen Körper, ein bisschen eklig und dank der prunkvollen Lichter auf dem Rücken auch ein bisschen magisch. Weiterlesen

Pixelmonat Februar 2015

Immer gegen Monatsende präsentieren wir euch spannende Artikel, Kommentare und Videos aus den verwinkelten Ecken des Neulands. Dazu gibt’s eine Tasse frisch gemahlenen Bohnenkaffee. Mhhhh…

Die Marburger Stadtbücherei führt nun auch Konsolenspiele in ihrem Sortiment. Um ausufernde Kosten zu vermeiden, beschränkt sich die Archivierung auf die Plattformen PlayStation 3 und PlayStation 4 sowie Wii und WiiU. Gegen eine Gebühr von einem Euro pro Spiel und einer maximalen Ausleihfrist von zwei Wochen dürfen sich sämtliche MarburgerInnen derzeit an einem Spielekatalog von 180 Titeln bedienen. Als spezifische Kriterien für die Anschaffung gibt die Bibliothek an: „keine Spiele ab 18 Jahren“, „keine Ego-Shooter“, „Verzicht auf Gewaltdarstellungen“ und „Positivprädikatisierung“.
Die Suchmaske für eingetragene Titel findet ihr hier: http://katalog.stadtbuecherei-marburg.de/opax/de/qsim.html.S

(Quelle)


Die renommierte Plattform eurogamer.net hat sich am 10. Februar entschlossen, auf numerische Wertungen unter Rezensionen zu verzichten. „Scores are failing us, they’re failing you, and perhaps most importantly, they are failing to fairly represent the games themselves“, so Redakteur Oli Welsh. Die Debatte wurde darüber hinaus von kotaku.com ergänzt, die ihrerseits einen kritischen Blick auf metacritic-Wertungen warfen.

Weiterlesen