Remember Me: Eine aufklärerische Kurzrezension

Mensch, wenn der George das sehen könnte. Die Erinnerungsfetzen flackern noch wirr vor ihren Augen als sie selbige vorsichtig zu öffnen wagt.

„Wie ist dein Name?“

Sie stützt sich auf ihre Ellebogen, atmet kraftlos.

„Dein Name! Sag mir deinen Namen!“

„Nillin“, haucht sie.

„Welches Jahr haben wir?“

„Ich weiß es nicht.“

Es ist 2084 und Dontnod Entertainment verlegt Georges dystopische Vision noch einmal hundert Jahre in die Zukunft. Als hätte die Bevölkerung von Neo-Paris nicht schon genug mit dem Wiederaufbau der verfallenen Großstadt zu tun, dominiert der MEMORIZE-Konzern auch noch den Markt der jetzt nicht mehr ganz so freien Gedanken. Erinnerungen sind zu einem Suchtmittel verkommen und abgesehen von ihrem Namen hat Nillin keine einzige mehr.

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Adventure mit Hirn: Stick It To The Man

Es war wirklich nicht so dramatisch, als Ray einen Hammer auf den Kopf bekam. Leichte Kopfschmerzen, besser mal den Rest des Tages frei machen. Doch als er auf dem Heimweg von einem mysteriösen Artefakt, das vom Himmel fällt, getroffen wird, verändert sich seine Wahrnehmung doch dezent. Er wacht aus einem komatösen Schlaf auf und die Welt kommt ihm so zweidimensional vor. Was sie auch ist…ein bisschen. Eine pinke Spaghetti-Hand glibbert aus seiner Schädeldecke und ermöglicht ihm, die Gedanken anderer Leute zu lesen und Gegenstände wie Sticker an unterschiedliche Oberflächen zu kleben.

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GameLab-Podcast #4 – Beyond: Emotionale Involvierung

beyond-hero-reviewWir erschrecken uns, sind gespannt, nervös, amüsiert, betroffen und manchmal verdrücken wir sogar ein Tränchen. Videospiele werben mit emotionalen Geschichten und dankend lassen wir uns entführen in eine Welt voller sentimentaler Pixelklumpen. Diesen Monat erregte besonders Beyond: Two Souls unsere Aufmerksamkeit, das neueste Werk von Quantic Dream. Nach einer ausführlichen Rezension (00:04:50) wenden wir uns den emotionalen Höhepunkten unserer Spielerfahrung zu (00:56:40) und ergründen jenes Phänomen aus wissenschaftlicher Perspektive im Interview mit Ann-Marie Letourneur (01:23:19). Mit dabei sind diesmal: Bernhard Runzheimer, Julia Dieckhoff und Stefan Simond.

GameLab-Podcast #4

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GameLab-Podcast #3 – GTA V & Tod und Sterben

Es gibt wohl kein Thema, das in den vergangenen Wochen die Games-Presse so sehr beschäftigte, wie GTA V. Entsprechend befassen auch wir uns mit dem Open World-Hit (00:05:23). Besondere Aufmerksamkeit widmen wir einer heiß diskutierten Mission, in der ausgiebig gefoltert wird (00:32:52). Gleich darauf werden wir optimistischer und wenden uns dem Thema Tod & Sterben in Videospielen zu (00:59:37), wobei ein besonderer Dank an Dr. Karin Wenz geht, die uns in einem ausführlichen Interview Rede und Antwort steht (01:19:22). Mit dabei sind diesmal Bernhard Runzheimer, Kevin Pauliks und Stefan Simond.

GameLab-Podcast #3

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GameLab-Podcast #2 – GamesCom & WASD

Zur Round 2 des GameLab-Podcasts finden sich Sabrina Strecker, Bernhard Runzheimer und Stefan Simond in der stickigen Tonkabine des Marburger Medienzentrums ein, um die vergangen1376733261gamescom-2013-logo1e Gamescom zu besprechen (05:16). Im Anschluss an unsere ausufernden Schwärmereien unterhalten wir uns mit Christian Schiffer, Chefredakteur und Herausgeber der WASD über die kürzlich erschiene, dritte Ausgabe (88:30). Die zugehörige Rezension in Video-Form ist bereits erschienen. Fühlt euch außerdem frei, Stefans Angebot aufzugreifen und interaktiv den Podcast mitzugestalten, indem ihr Fragen in den Kommentarbereich weiter unten oder auf unsere Facebook-Seite postet.

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WASD #3 – Eine skandalöse Buchrezension

WASD #3

Die dritte Ausgabe des stylischen Bookzines ist kürzlich erschienen. Unter dem Titel „Skandal!“ vereint Chefredakteur Christian Schiffer kritische, feuilletonistische, analytische, kreative und humoristische Beiträge renommierter AutorInnen wie Christian Schmidt, Rike Campen und Thomas Lindemann – eingebettet in ein brilliantes und nicht zu Unrecht mit dem European Design Award 2013 ausgezeichnetes Design.

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Flash-Tipp: Every Day The Same Dream

Jeden Tag schalten wir verschlafen den Wecker aus und schälen unseren übernächtigten Körper aus den Kissen. Jeden Tag werfen wir uns ein mehr oder weniger generisches Outfit über, Frühstück, ein kurzer Abschiedskuss. Jeden Tag klicken wir tausendfach auf Computermäuse, lochen, heften ab, archivieren, dokumentieren. Jeden Tag sinken und fallen die Kurse, leiern die Radios, summen die Motoren. Jeden Tag synchronisieren wir uns mit den Maschinen. Jeder Tag gleicht jedem anderen, jeder Mensch jedem anderen. Jeden Tag haben wir den gleichen Traum.

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GameLab-Podcast #1 – Retro-Gaming, Tomb Raider & die ludonarrative Dissonanz

Bei angenehmen 35 Grad startet unsere Premiere in der geräumigen Tonkabine des Marburger Medienzentrums. Wir unterhalten uns mit Sebastian Felzmann vom Karlsruher Institut für Technologie über Retro-Gaming und Mediennostalgie (00:03:38), rezensieren den aktuellen Reboot der Tomb Raider-Reihe (00:44:28) und echauffieren uns über das Phänomen der ludonarrativen Dissonanz.

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A SURVIVOR IS BORN – Ludonarrative Dissonanz in Videospielen

Gerade von der Hochschule auf den Arbeitsmarkt verabschiedet, grün hinter den mit Kopfhörern verstöpselten Ohren, jung und naiv. Ein ungewohntes Bild, diese ehemals taffe Ikone. Von ihrem künftigen Status als sexuelles Glücksversprechen abertausender Jugendlicher zeugt lediglich der beachtliche Brustumfang, welcher mittlerweile auf glaubhaftes Niveau eingedampft wurde und leider das einzig Glaubhafte am aktuellen Tomb Raider (2013) sein dürfte. Wo alles mit einer stoischen Figur begann, die eher als Werkzeug der Spielenden funktionierte, steht jetzt eine junge Frau mit Charakterzügen. Dass diese allenfalls oberflächlich bleiben, ist nicht Gegenstand meiner Beobachtungen. Viel mehr geht es darum, ein Missverhältnis aufzuzeigen, eines, das sich als maßgeblich für das triviale Image moderner Videospiele erweisen könnte.

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