Save the Princess: Liebe und Level im Videospiel

Liebe ist ein Wort mit vielen Bedeutungen. Gegen den Common Sense, dass Liebe ein Gefühl sei, argumentiert Niklas Luhmann in seinem Buch Liebe als Passion. Dort beschreibt er Liebe stattdessen als Kommunikationsmedium, dass Anschlusskommunikation – ja Gesellschaft – erst wahrscheinlich macht.[1] Bei einem solchen Stellenwert verwundert es kaum, dass Liebe ihren Einzug auch ins Videospiel erfahren hat. Damit wissenschaftlich auseinandergesetzt, hat sich jedoch noch so gut wie keiner, weshalb hier ein erster Vorstoß gewagt werden soll. Wie funktioniert Liebe im Videospiel?

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Technobabylon: Harte Maschinen, feuchte Menschen und ein softes Spiel

Fällt einmal das Internet aus, geht der Computer nicht mehr an oder ist das Handy verloren, fühlt man sich plötzlich wie in die Steinzeit zurückversetzt. Dass diese Abhängigkeit von Technik in Zukunft vermutlich noch zunehmen wird, veranschaulicht eindrucksvoll das dystopische Point-&-Click-Adventure Technobabylon. Wie gut das Spiel seine Technik- und Cyberkultur ausgestaltet, könnt Ihr im folgenden Review lesen.

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Let’s Play pazifistisch GTA V

Da Let’s Plays derzeit cool sind, wollen auch wir uns ein Stück vom Kuchen abschneiden. Wer bitte ist Gronkh? Doch so einfach machen wir uns die Sache nicht. Unter dem Label Let’s Play pazifistisch vergreifen wir uns an alten wie modernen Titeln, um herauszufinden, wie weit wir kommen, ohne unmittelbar Gewalt auszuüben. Unser pazifistischer Idealismus ist von gnadenloser Konsequenz: Erfordert das Spiel zum Weiterkommen etwa einen Menschen zu erschießen, dann war’s das.

Nachdem uns die postapokalyptische Dystopie von The Last of Us in der letzten Episode gnadenlos abstrafte, versuchen es Kevin Pauliks und Stefan Simond nun als friedfertige Gangster. Weit führt die Sache allerdings nicht; bei Banküberfällen nimmt die Polizei wenig Rücksicht auf die moralischen Ideale der Täter.

Game of Fetish: Das Videospiel als Ersatzobjekt

Nach der langen Winterpause geht für viele Fans endlich die HBO-Hit-Serie Game of Thrones weiter. Das Warten konnten sich die Zuschauer solange mit dem von Telltale Games entwickelten Adventure vertreiben. Dort schlüpft der Spieler in verschiedene Rollen aus dem Hause Forrester und erlebt seine Geschichte parallel zu den Ereignissen der Fernsehserie. Kann das Videospiel die Fernsehserie ersetzen?

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Let’s Play pazifistisch The Last Of Us (Remastered)

Da Let’s Plays derzeit cool sind, wollen auch wir uns ein Stück vom Kuchen abschneiden. Wer bitte ist Gronkh? Doch so einfach machen wir uns die Sache nicht. Unter dem Label Let’s Play pazifistisch vergreifen wir uns an alten wie modernen Titeln, um herauszufinden, wie weit wir kommen, ohne unmittelbar Gewalt auszuüben. Unser pazifistischer Idealismus ist von gnadenloser Konsequenz: Erfordert das Spiel zum Weiterkommen etwa einen Menschen zu erschießen, dann war’s das.

Diesmal geben sich Kevin Pauliks und Stefan Simond dem sozialdarwinistischen Chaos von The Last Of Us Remastered (PS4) hin. Aber wie kann man in der Postapokalypse als Pazifist überleben? Schläge, Würgegriffe und bleierne Bohnen sind tabu, leise Sohlen umso mehr gefragt. Doch führt unsere hartnäckige Friedfertigkeit diesmal in eine absurde Sackgasse, die berechtigte Zweifel daran aufwirft, ob das Institut für Friedens- und Konfliktforschung mit unserem Verhalten wirklich einverstanden wäre.

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A Golden Wake: B.I.T.S. & Bytes

Wolltet ihr auch schon immer mal ein Geschäftsmann sein, Immobilen verkaufen und schicke 30er-Jahre-Anzüge tragen? Im retrostilistischen Point-and-Click-Adventure A Golden Wake von Wadjet Eye Games könnt ihr genau das! Um ein erfolgreicher Geschäftsmann zu sein, gibt es eine einfache Faustregel: B.I.T.S.

BITS

Bleibt das Adventure seiner Philosophie treu und verkauft sich so gut wie der Protagonist Alfie Banks selbst?

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South Park unterm Hakenkreuz

Ein Vergleich der Zensur des Fernsehens und Computerspiels

„Dressing like Hitler in school isn’t cool!” (South Park USA 1997–, Comedy Central, S01E07, TC: 00:07:20) belehrt ein „educational film“ (ebd.) die Figur Eric Cartman, welcher kurz darauf von seiner Schuldirektorin versehentlich als Ku-Klux-Klan-Gespenst eingekleidet wird. In South Park werden „Lehren (…) nicht gezogen – und wenn, dann nur ironisch, um das Ziehen von Lehren selbst lächerlich zu machen“ (Ruchatz 2012, 89). South Park ist eben eine satirische Attacke auf Religion, Politik und alle andern moralischen Ordnungshüter (vgl. Stratyner/Keller 2009, 3). Da ist es kaum verwunderlich, dass Cartman nichts aus dem Lehrfilm lernt und stattdessen enthusiastisch den Hitlergruß nachahmt. Satirisch aufgeladen wird die Szene freilich dadurch, dass seine Schuldirektorin im Versuch ein neues Kostüm zu finden, Cartman nur von einem ‚Altnazi‘ (Hitler) in einen ‚Neonazi‘ (Ku-Klux-Klan) verwandelt. Dabei steht die symbolische Ebene im Fokus: Die Hakenkreuzarmbinde und der Bart lassen sofort darauf schließen wen Cartman darstellen soll, wie auch die charakteristisch spitzzulaufende Gespensterkapuze (siehe Abb. 1 u. 2).

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Gabriel Knight: Sins of the Remake

Am 15. Oktober 2014 erscheint die Neuauflage zu dem weitaus bekannten Point-and-Click-Adventure Gabriel Knight: Sins of the Fathers, das erstmals vor 20 Jahren über die PC-Bildschirme flimmerte. Fängt das HD-Remake die Atmosphäre des Originals ein oder lässt es den Spieler nur die ‚gute alte Zeit‘ vermissen? Im Preview wird geklärt, wie sich das Adventure im Vergleich zu anderen HD-Remakes schlägt und was sonst so neu ist.

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Moebius: Die spielbare Dialektik

Die Gabriel Knight-Erfinderin Jane Jensen bringt mit dem Point-and-Click-Adventure Moebius: Empire Rising (2014, Pinkerton Road / Phoenix Online) ihr erstes Crowdfundingprojekt heraus. Als ein „metaphysical thriller“ wird das Spiel beworben. Doch was genau soll das heißen? Welche Thematik steckt hinter dem Spiel? Und wer oder was ist überhaupt ein Moebius?

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