#225 Let‘s Play mit Upload-Filtern

2019 – ein Jahr, in dem Theaterbesuche noch möglich waren und man chirurgische Masken auf Großveranstaltungen nur als Teil von Cosplays trug. Doch die Debatte von damals um die EU-weite Urheberrechtsreform und die damit drohenden Upload-Filter ist keinesfalls veraltet. Erst letzte Woche legte das Justizministerium einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung in nationales Recht vor. Wir diskutieren vorwiegend die möglichen Auswirkungen auf die Gameskultur.

Außerdem geht es um die Methoden von PS5-Scalpern, um die verbandsrechtliche Anerkennung von eSport und um die Produktion der The Last of Us-Serie.

Shownotes:

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Über Tobias Klös

Tobias Klös (tk), Master of Arts (M.A) Erziehungs- und Bildungswissenschaft ist Redakteur bei pixeldiskurs.de und Co-Host des Pixeldiskurs Podcasts. Interessen: Gamification und Game Based Learning

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Über Natascha Balduf

Natascha Balduf (nb) hat an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Master Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft studiert und promoviert gegenwärtig am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg zur Darstellung geschlechtlicher Körper in digitalen Spielen.

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Über Stefan Heinrich Simond

Stefan Heinrich Simond (shs) publiziert und unterrichtet im Bereich der Game Studies am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Er promoviert zur Konstruktion psychischer Krankheiten und psychiatrischer Institutionen in digitalen Spielen, ist Chefredakteur bei pixeldiskurs.de und hostet den wöchentlichen Pixeldiskurs-Podcasts.

7 comments

  1. E-Sport braucht man nicht staatlich fördern. Firmen wie EA machen Milliarden, da braucht man denen nicht noch weitere Millionen schenken. Das Geld ist anderen Stellen weitaus besser aufgehoben.

    1. Sicher, aber es geht ja nicht darum, EA zu fördern, sondern eher regionale eSport-Vereine. Das Argument wäre dann, dass solche Vereine ebenso zur kommunalen Integration, zur Jugendarbeit, zur Selbstentfaltung etc. beizutragen in der Lage sind wie anderweitige Sportvereine, die bereits anerkannt sind.

      1. und? das könnten EA und Co auch selber machen und würden davon sogar noch profitieren.
        beim Vereinsrecht und E-Sport geht es einzig um Geld und um nichts anderes.
        generell sollte man beim E-Sport kritischer eingestellt sein. Durch soziale und gesellschaftliche Faktoren profitieren dadurch einzig die großen Titel. Weswegen es nicht verwundert, warum man so sehr auf diesen Markt drängt.

        1. Oh, das würde aber ja noch mehr den Einfluss von den Firmen auf die entsprechenden Vereine verstärken. Ich würde mir keine Jugend- und Vereinsarbeit wünschen die vollständig in der Hand von Großkonzernen ist. Eine staatlich geförderte Förderung der Vereinsarbeit (nicht der Titel), würde ja gerade auch Raum für die kritische Auseinandersetzung mit den gespielten Titel ermöglichen etc. Wenn ich deinen Kommentar richtig verstehe geht es dir ja gerade um eben die kritische Auseinandersetzung. Plus: Über die Anerkennung als Sport ändern sich meines Wissens auch Faktoren wie: Visa für internationale Turniere, Krankenkassen usw. usf. Plus: Über das Vereinsrecht laufen auch Dinge wie Finanzabrechnung (aka Offenlegung von Finanzen). Plus: Die Vereine sind unabhängige von finanziellen Spritzen von den Unternehmen. Stelle dir zb. einen St.Pauli E-Sports-Verein vor, der vor allem auf Integration, Antirassismus usw. setzt, aber wenig Spiele gewinnt, aber trotzdem weiter finanziert wird, weil er inhaltlich gute Arbeit leistet etc.

          1. da du Fußballvereine ansprichst. Genau da findet doch schon jetzt etwas sehr Problematisches in Bezug auf das jährlich erscheinende Fifa statt. Der E-Sport findet da fast ausschließlich im Pay2Win-Modus Fifa Ultimate Team statt. Ein normaler Spieler muss Tausende Euro investieren um da mithalten zu können, nicht umsonst haben viele E-Sportler Investoren um sich die besten Spieler leisten zu können. Es wäre ungefähr so, als wenn jeder Fußballer mehrere Tausend Euro für Fußballschuhe ausgeben muss um überhaupt eine Chance zu haben. Mit Sport hat das nichts mehr zu tun.
            So etwas sollte man schon aus Prinzip nicht fördern. Und schon gar nicht damit EA unter dem Deckmantel des Sports noch mehr Geld durch Lootboxen etc machen kann.
            Aber für diese kritischen Punkte scheint man generell kein bisschen sensibilisiert zu sein (weder in der Politik, in der Medienlandschaft, noch in den Communities) , weil man anscheinend immer noch Minderwertigkeitskomplexe hat und einen Beleg in Form des „Sports“ haben will, damit das Medium ja nicht wieder in eine Killerspiel-Ecke kommt.

          2. Ja, aber da würde ich den Unterschied machen. – Mir geht es nicht darum EA zu fördern, sondern die Vereine. Damit die aber überhaupt gute Arbeit leisten können, braucht es eine Anerkennung. Es geht hier ja gerade mal um Ehrenamt und Vereinstätigkeit. Es geht ja nicht darum zu 100% staatlich finanzierte Sport-Gruppen aufzubauen, sondern denen die Möglichkeit als Sportverein anerkannt zu werden zu geben. Ich verstehe aber deinen Punkt. Ich blicke halt auf die engagierten Leute in den Vereinen und Du auf die Konzerne. Da gehe ich prinzipiell total mit, aber ich würde auch versuchen wollen die Vereine zu stärken bzw. überhaupt erst zu etablieren. Politik ist eben nicht einfach. 😉

  2. Dem schließe ich mich an. Es geht nicht um überregionale Teams, die siegreich aus den entsprechenden Turnieren herausgehen. Zum Vergleich: Ich plädiere nicht für eine Förderung des FC. Bayern Münchens sondern beispielsweise des Blau-Gelb-Marburgs. 😉 Vereins-Sport ist auch Jugendarbeit und die sollte gefördert werden, sodass man z.b. geschultes Personal einstellen kann, da es eben nicht nur um Sport, sondern auch um Jugendarbeit geht. Gegen Taschas Argument, dass wir gerade schlimmere Sorgen haben. Gerade jetzt wäre eine gut aufgestellte Vereinsarbeit für E-Sport wichtig, da andere Sportarten gerade wegfallen. In der Krise zeigen sich die bisherigen Versäumnisse. EA etc. müsste man dann entsprechend einbinden, dass sie einen Anteil an der regionalen Vereinsförderung übernehmen.

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