#197 The Last of Us Part II

Jenseits von Geschmacksurteilen ist The Last of Us Part II sicherlich einer der kontroversesten Titel diesen Jahres. In unserer Rezension diskutieren wir über die Legitimität der expliziten Gewaltdarstellung, über die Konstruktion von Queerness und natürlich über die Frage, ob The Last of Us Part II eigentlich wie Schindlers Liste ist.

Außerdem geht es um Duolingo, die zahlreiche Vorwürfe sexueller Übergriffe auf Twitch und Kamikaze-Bienen.

Shownotes:

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Über Tobias Klös

Tobias Klös (tk), Master of Arts (M.A) Erziehungs- und Bildungswissenschaft ist Redakteur bei pixeldiskurs.de und Co-Host des Pixeldiskurs Podcasts. Interessen: Gamification und Game Based Learning

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Über Ramin Siegmund

Ramin Siegmund, M.A. Erziehungs- und Bildungswissenschaften, lehrt und forscht an der Philipps-Universität Marburg im Bereich der Erwachsenenbildung. Die Faszination von Videospielen begleitet ihn sein Leben lang und findet unter anderem Einzug in seine Lehre, bspw. zum Thema Gamification, Computerspielpädagogik und Game-based Learning.

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Über Stefan Heinrich Simond

Stefan Heinrich Simond (shs) publiziert und unterrichtet im Bereich der Game Studies am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Er promoviert zur Konstruktion psychischer Krankheiten und psychiatrischer Institutionen in digitalen Spielen, ist Chefredakteur bei pixeldiskurs.de und hostet den wöchentlichen Pixeldiskurs-Podcasts.

4 comments

  1. fand die Abwertung von François Truffaut und Jean-Luc Godard ehrlich gesagt unnötig und zudem etwas „elitär“. Mal davon abgesehen, dass kein Mensch die beiden in Zusammenhang mit TLOU 2 erwähnt hat. Das Nicht-Erreichen eines Massenpublikums ist auch kein Indikator für „Abgehobenheit“. Ganz im Gegenteil. Wie der linke Künstler Pier Paolo Pasolini schon sagte: „Die Massen-Kultur ist die wahre Anti-Demokratie“.

    1. Oh, die Referenz sollte auch gar nicht abwertend klingen. Ich wollte umgekehrt herausstellen, dass die Abwertung von TLoU 2 aufgrund der Tatsache, dass es einem gewissen AAA-Formalismus folgt, meiner Ansicht nach ungerechtfertigt ist. Stattdessen sollte mein Fazit vor allem ein Appell sein, die Qualitäten der Popkultur ernst zu nehmen ohne sie beständig vor dem Kontrast des Kunstkinos zu beurteilen.

    2. Ich denke auch nicht, dass das Nicht-Erreichen eines Massenpublikums ein Indikator für Abgehobenheit ist. Vielmehr ist es eine Frage der Haltung. Abgehoben kann ich in allen Bekanntheitsgraden sein.

    3. Mir ist jetzt auch wieder eingefallen was ich mitunter sagen wollte: Meine Kritik bezieht sich weniger auf Werk, sondern eher auf die Rezipienten. Mich überkommt immer mal wieder die Befürchtung, dass bestimmte Spiele dafür genutzt werden um sich von anderen abzugrenzen. So wie man zum Beispiel Golf spielt, nicht des Spieles wegen, sondern um sich von einem Milieu abzugrenzen, dass sich Golf spielen nicht leisten kann. Hier werden dann bestimmte Spiele gespielt um sich von einem (als ungebildet wahrgenommenen) Mileu abzugrenzen, dass gar nicht in der Lage sei diese Spiele zu genießen. Die Spiele die in diesem Milieu beliebt sind, werden dann als plump, schlecht und dumm abgestempelt. Insofern ist es nicht der Künstler, denn ich hier als ‚abgehoben‘ kritisiere, sondern das Publikum, dass sich durch diesen Rezeption vom Rest der Bevölkerung ‚abheben‘ (will.)

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