Pixeldiskurs #168 – Game Awards 2019

In den letzten Jahren haben sich die Game Awards als Oscar-Äquivalent in der Gamesbranche etabliert. Neben zahlreichen Preisträgern gibt es nicht nur eine unterhaltsame Show, sondern auch reichhaltige Neuankündigungen – wozu auch der Startschuss in die neue Konsolengeneration gehört. Wir haben uns die gesamte Veranstaltung angeschaut und sprechen ausführlich darüber.

Außerdem geht es um Pokémon Shield, #teamdiversity und das Raum-Zeit-Kontinuum.


Inhalt:

00:00:00 – 00:23:17 Spielewoche
00:23:17 – 00:48:47 Presseschau
00:48:47 – 01:32:53 Thema der Woche

Shownotes:

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Über Stefan Heinrich Simond

Stefan Heinrich Simond (shs) publiziert und unterrichtet im Bereich der Game Studies am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Er promoviert zur Konstruktion psychischer Krankheiten und psychiatrischer Institutionen in digitalen Spielen, ist Chefredakteur bei pixeldiskurs.de und hostet den wöchentlichen Pixeldiskurs-Podcasts.

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Über Tobias Klös

Tobias Klös (tk), M.A. Erziehungs- und Bildungswissenschaft.

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Über Natascha Balduf

Natascha Balduf (nb) hat an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Master Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft studiert und promoviert gegenwärtig am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg zur Darstellung geschlechtlicher Körper in digitalen Spielen.

2 comments

  1. Den GOTY-Award an Sekiro zu vergeben, finde ich sehr charmant von den Veranstaltern der Game-Awards. Ein bisschen mehr als 10 Jahre ist es nämlich her als Fromsoftware Demons Souls in Japan veröffentlichte und es schon vor Release intern bei Sony als Flop galt. -Weshalb es ja auch erst später nach Europa kam.
    Und ein Jahrzehnt später als sich „Soulslike“ als eigenes Genre etabliert hat, setzt sich Miyazaki mit Sekiro gegen das Sony-Spiel Death Stranding vom weit aus renommierteren Kojima, durch. 😀
    Das in einem Gesamtkontext von diesem Medium zu sehen, finde ich auch interessant: Jemand der sich traut neue Wege zu gehen wird irgendwann belohnt, auch wenn wie im Fall Miyazakis kaum jemand an seine Idee glaubt. Fast schon zu kitschig.

  2. Für mich ist es schwierig, die Game Awards vernünftig einordnen zu können, da sich als Vergleiche nur der deutsche Computerspielpreis sowie die Oscars anbieten. Das eine wird allerdings nur halbherzig organisiert, während das andere ein anderes Medium thematisiert.
    Daraus ergab sich bei mir eine (leider) sehr zynische Betrachtungsweise, dich sich über die Veranstaltung streckte, die ich allerdings auch auf Twitter wiederfand.
    Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass manche Kategorien nur im Nebensatz verliehen wurden, oftmals ohne eigentliche Preisübergabe. Ich verstehe nicht, wieso man eine derart gewaltige Show aufbaut, die das Medium Computerspiel (und die Entwickler) gebührend feiern möchte, dann aber die hälfte der Preise auf dem Fließband verleiht. Selbst in de Pre-Show sah ich keinen Sinn, da dort kaum ein Unterschied zur eigentlichen Veranstaltung bestand. Im Gegenteil: die (mMn) wichtige Kategorie des Spielesoundtracks wurde in der Pre-Show gekürt. Die jeweiligen Soundtracks wurden nicht einmal vorgespielt, sondern nur in wenigen Minuten aufgezählt und verliehen.
    Ich kann verstehen, dass bei einer ausfürhlichen Preisverleihung jeglicher Rahmen platzen würde, aber wofür dann die endlose Anzahl an Kategorien, wenn diese letztendlich nicht ausreichend gewürdigt werden können? Wieso dem E-Sport- und Streamer-Sektor, der ja defintiv eine Wichtige Komponente des Mediums darstellt, nicht eine gesonderte Verleihung bieten, sodass beide Bereiche, also die Entwickler und die Contentcreator, am Ende mehr davon haben?
    Desweiteren hier noch einzelne Punkte, die mich etwas zum Nachdenken gebracht haben:
    – Die Muppets moderierten den „Games for Impact“-Preis mit einem lustigen Gag an, der Gewinner Gris behandelt Tod und Depression als Thema. Fast schon makaber.
    – Die Auftritte von Green Day und Jonathan Nolan waren zwar irgendwie ganz cool, aber dennoch hat mir der „Grund“ dafür missfallen. Erstere sind wohl im VR-Titel Beat Saber vertreten, letzterer ist Ideen- und Drehbuchschöpfer in der Filmindustrie, die natürlich Parallelen zum Spiel bietet. Mein Gedanke war dabei: Hat das Medium Computerspiel mittlerweile nicht genug eigene kreative und bekannte Köpfe, die dem Medium nicht ganz fremd sind? Wieso findet sich bis auf die letzten Paar Minuten kein einziger Spielesoundtrack in der gesamten Show?
    – Subway als Sponsor einer Indie-Kategorie? Naja.

    Um auch noch etwas positives zu nennen: Der Auftritt von Reggie Fils-Aime gefiel mir SEHR gut, da er sich erheblich von den anderen Laudatoren unterschied und gleichzeitig eine sehr schöne Botschaft enthielt.
    Und YEAH BABY, Disco Elysium hat 4 Preise abgeräumt!

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