Pixeldiskurs-Podcast #101 – Unsere feministische Position

Wenn in den sozialen Medien eine Debatte über Geschlechterverhältnisse stattfindet, ist die Eskalation nicht weit. Es ist ja auch ein wichtiges Thema. So diskutieren auch wir immer wieder über Repräsentationen von Geschlechtern. Diesmal wollen wir uns etwas zurücklehnen und erörtern, woher unsere feministische Position kommt und was darunter eigentlich zu verstehen ist.

Außerdem geht es um The Awesome Adventures of Captain Spirit, die neue Tauschfunktion in Pokémon GO und Hamster in Overwatch.


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Inhalt:

00:00:00 – 00:31:16 Spielewoche (The Awesome Adventures of Captain Spirit, Pokémon GO; Overwatch)

00:31:16 – 01:03:36 Presseschau

01:03:36 – 02:25:11 Thema der Woche

 

Shownotes:

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Über Sophie Bömer

Sophie Bömer (sb) ist seit 2013 Studierende an der Philipps-Universität Marburg und hat vor Kurzem ihren Master in Medienwissenschaften begonnen. Obwohl sie sich selbst nicht unbedingt als eingefleischte Spielekennerin bezeichnen würde, hat sie dennoch Freude daran, sich (auf wissenschaftliche Weise) mit Videospielen aller Art auseinanderzusetzen. Neben diesem Interesse und dem beinahe ungesunden Konsum von Serien auf Netflix setzt sie sich auch gerne mal mit den Fan Studies auseinander.

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Über Tobias Klös

Tobias Klös (tk) studiert an der Philipps-Universität Marburg im Master Erziehungs- und Bildungswissenschaft und an der Goethe-Uni Frankfurt im Bachelor Philosophie. Er beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit Medienpädagogik. Neben seiner Leidenschaft für Bücher, welche die Statik jedes Hauses gefährdet, wendet sich Tobi gerne Videospielen zu.

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Über Stefan Heinrich Simond

Stefan Heinrich Simond (shs) unterrichtet am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg, bereitet eifrig seine Promotion vor und studiert nebenher im Master Philosophie. Er ist nicht nur Musiker und Autor, sondern verachtet auch leidenschaftlich Videospiele – jeden Sonntag im Pixeldiskurs-Podcast.

3 comments

  1. Also für alle die ein Problem mit dem Abschied von „Frauen sind natürlich mitgemeint“ haben in der Sprache, denen kann man außerdem noch entgegenhalten, dass hier einfache sprachliche präzision abhanden kommt. Ob von Frauen, Männern oder Frauen UND Männern gleichzeitig gesprochen wird macht ja je nach Kontext einen Unterschied. Auch weil ich ja ggf. speziell auf einen Unterschied eingehen will.

    Naja

    Und Wichtig ist natürlich das undemokratische Patriarchat zu beenden: Kein Gott, kein König, kein Chef, kein Vater der einen unterdrückt. Und von einem demokratischeren Herrschaftssystem profitieren ja auch „wir“ Männer.

  2. Ich glaube nicht, dass man sich erst bei Perfektion FeministIn nennen darf, schon allein, weil es Perfektion nicht gibt. Meine Version ist da mehr die der Guilty Feminists (absolut bester Comedy-Podcast btw) und versuche einfach mein bestes, ohne mich aber ständig fertig zu machen. Die Gesellschaft ist nun mal wie sie ist und auch ich bin darin aufgewachsen. Das kann ich gar nicht einfach so abschütteln. 🙂

    Zum Vorschlag mit den neutralen Artikeln: Ich mag die Idee, Geschlechter nur zu markieren, wenn es unbedingt notwendig oder gewünscht ist. Die Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch hat mal eine ganz ähnlich Idee gehabt und das am Beispiel von Lehrer gezeigt.
    Einmal könnte man ‚das Lehrer‘ sagen und dann ‚der’/’die‘ verwenden, um das Geschlecht zu markieren. Alternativ hatte sie noch die Idee nicht nur ‚das Lehrer‘ und ‚die Lehrerin‘ zu verwenden, sondern auch das Maskulinum mit ‚-ich‘ speziell zu markieren (‚Der Lehrerich‘).
    Warum diese „Sexualisierung des Maskulinums“ sinnvoll sein könnte, schreibt Antje Schrupp hier sehr schön: https://antjeschrupp.com/category/sprache-2/

    1. Vielen Dank für die Erläuterung, de Dion 😉

      Die Version von Luise Pusch erscheint mir auch eine valide Option, wie Du sie beschreibst. Einerseits wäre sie vielleicht zugänglicher als mein Konzept, weil die Artikel als solche beibehalten werden. Andererseits verringert sich dadurch nicht unbedingt die Komplexität der deutschen Sprache.
      Ich muss zugeben: Mein Gedanke, die Artikel loszuwerden, rührt auch etwas daher, dass ich in den letzten Monaten viel Zeit damit verbracht habe, anderen Personen Deutsch in Schrift und Wort beizubringen. Und die Willkür der Artikel ist mir dabei immer wieder ein Dorn im Auge. Insbesondere, weil damit nicht nur eine Neutralisierung des Geschlechts erreicht würde, sondern die deutsche Sprache auf einen Schlag deutlich zugänglicher würde.
      Allerdings, wie im Cast bereits diskutiert, steht das Konzept natürlich dem identitätspolitischen Feminismus insofern entgegen, als dass dieser das Geschlecht gerade sichtbar machen möchte. Damit ist die Bemühung dann wieder dahin. Aber noch habe ich nicht aufgegeben!

      Herzlichst,

      de Stefan

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