Pixeldiskurs-Podcast #39 – ResistJam

Als gepflegter anti-autoritärer Podcast ist uns freilich der Resist Jam nicht entgangen. Die politische Dimension des Mediums rückt hier in den Fokus; mit 214 Titeln ist binnen einer Woche eine erstaunliche Collage zusammengekommen, aus der wir euch zehn ausgewählte Spiele vorstellen. Die Links zu den besprochenen Titeln findet ihr weiter unten.

Außerdem geht es um die Notwendigkeit von Meinungsverschiedenheiten, Microtransactions und fliegende Frösche.

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Inhalt (vielen Dank an Ricer):

14:20 Hörerkommentare
23:40 Pixeldiskurs – Presseschau
1:04:35 Thema der Woche

Shownotes:

 

 

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Über Tobias Klös

Tobias Klös (tk) studiert an der Philipps-Universität Marburg im Master Erziehungs- und Bildungswissenschaft und an der Goethe-Uni Frankfurt im Bachelor Philosophie. Er beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit Medienpädagogik. Neben seiner Leidenschaft für Bücher, welche die Statik jedes Hauses gefährdet, wendet sich Tobi gerne Videospielen zu.

3 comments

  1. Moin Simond und Tobias,

    in den Antworten zum Tweet von Jim gibt es mehrere Screenshots der Umfrage. Zum Beispiel: https://twitter.com/JohnnyOstad/status/841260256768462850
    Kann man diese Beschreibung ernst nehmen? Muss man diese Beschreibung ernst nehmen? Wenn das die Grundlage für die Medienberichte und Michael Grafs Video war, dann befeuert man damit doch ausschließlich das YouTube-Drama, das dort gesponnen wird.
    Euer Ansatz in Podcast #38 hat das Thema Hass und Diskriminierung als alltägliches Problem in einer Art und Weise aufgearbeitet, die meiner Meinung nach den besseren Ansatz bietet und nicht nur eine Narrative einer aktuellen Story weiterspinnt, sondern ein gesellschaftliches Problem im Ganzen greifbar macht.

    Die Hoffnung auf den Vortrag von Jochen habe ich noch nicht aufgegeben. Hat er sich doch extra auf Hörerwunsch verkabeln lassen: http://forum.gamespodcast.de/viewtopic.php?f=2&t=1247
    Leider reagiert er dort auch nicht auf Anfragen, wenn es um dieses Thema geht. Frech gefragt: Ihr habt den Vortrag gehört – lohnt es sich denn überhaupt, da weiter nachzuhaken?

    Beste Grüße und vielen vielen Dank für euren Podcast!

  2. Hallo Tobias und Stefan,
    Ich bin 27 Jahre alt, zocke seit vielen Jahren regelmäßig und viel und habe vor einiger Zeit angefangen, mich mit Computerspielen im Zusammenhang mit Politik und Gesellschaft auseinanderzusetzen.
    Ich verfolge seit ein paar Wochen euren Podcast und find es echt super in welchem Umfang und in welcher Qualität ihr euch mit dem Thema „Spiele“ auseinandersetzt. Ich hab vor kurzem ein Kommentar im Gamespodkast.de-Forum zur Auf-ein-Bier-Folge #17 (Anita Sarkeesian und der Sexismus) verfasst und wurde daraufhin privat von einem Forumsmitglied auf den Pixeldiskurs-Podcast #23 (Spaß und Egoismus mit Jochen Gebauer) verwiesen. Diesen habe ich dann mit Begeisterung verschlungen und bin seitdem fast täglich in eurem Archiv unterwegs. 😉
    Desweiteren hab ich hin und wieder in den Podcasts mitbekommen, dass mehr Kommentare gewünscht sind und habe mich auch deswegen entschieden einfach mal was zu schreiben.
    Ich unterstütze die Ansicht, Spiele in viel größeren und vielfältigeren Bezügen zu diskutieren. Auch die Beschreibung „antiautoritärer Podcast“ find ich super.

    Damit kann ich nun endlich den Bogen zum eigentlichen Sachverhalt schlagen, denn mir geht es hier und heute darum, wie Tiere bzw. Nicht-Menschen in Videospielen dargestellt und wahrgenommen werden. Ich möchte damit ein Thema ansprechen, das meinem Empfinden nach in der Kritik an Spielen gar keinen bis sehr wenig Platz findet.

    Wie komme ich darauf?
    Relativ am Ende des Podcastes ging es um das Spiel „The Cat in the Hijab“, das im Rahmen des Resist Jam entstanden ist. Ich möchte gar nicht auf das Spiel an sich eingehen, sondern nur den Punkt hervorheben, der mich dazu bewegt hat, diesen Kommentar zu verfassen. Es wird kurz darüber geredet, warum hier wohl Katzen als Charaktere verwendet wurden. Dabei kam die Annahme auf, dass dies eine „Abstraktion zu Gunsten der Distanzierung von der Realität“ sein könnte und als Entschärfung des Themas an sich aufgrund der „Knuffigkeit“ von Katzen fungiert.

    Sind Katzen knuffig? Alle Katzen? Warum? Vielleicht weil sie in unserer Gesellschaft oft als knuffiges „Möbelstück“, dass zwar hin und wieder Hunger hat aber dafür auch gestreichelt werden und der Unterhaltung dienen kann, dargestellt wird? Ist es überhaupt wichtig sich darum Gedanken zu machen?

    Ich will an dieser Stelle nicht meine Meinung mitteilen (obwohl mir klar ist, dass sich durch meine Wortwahl und dergleichen einiges ableiten lassen dürfte), sondern zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr euch dieses Themas annehmen würdet, da ich darauf vertraue, eine sachliche, interessante und bereichernde Diskussion zu erfahren.
    Ich möchte gern noch mehr Ansätze und Fragen dalassen:
    1. Tiere sind niedlich (zumindest einige)
    Werden Tiere herabgewürdigt, in ihren Bedürfnissen belächelt und als Individuen nicht ernst genommen?
    2. Domestizierte Tiere / Haustiere
    Warum und wie regelmäßig wird mir Domestizierung von Tieren angeboten oder sogar erwartet? Ist das domestizierte Tier nicht sowieso nur dafür da, uns mit guten Fähigkeiten und immer höheren Statuswerten bei unseren Vorhaben zu unterstützen? Wie oft wird dabei auf die Bedürfnisse der Tiere eingegangen und in welcher Form? Werden hier stark autoritäre Verhaltensweisen gefordert?
    3. „Nutztiere“
    Werden Tiere so dargestellt, dass sie Befriedigung darin empfinden, von Menschen ausgenutzt zu werden? Wie positiv wird das Nutzen von Tieren generell dargestellt?
    4. Begleittiere
    Warum ist ein Tier so loyal zu einem Menschen? Wie autoritär wird mit Tieren umgegangen?
    5. Sprechende Tiere
    Warum kann dieses oder jenes Tier sprechen und andere nicht? Sprechen die Tiere genau wie Menschen? Wenn ja, warum? Werden hier nicht einfach menschliche Emotionen und Bedürfnisse auf Tiere übertragen?
    6. Beispiele
    Tales of Berseria
    – Hier werden Dämonen und Malak (eine Art Geist) zu Anfang des Spiels als Werkzeuge betrachtet aber im Spielverlauf entwickeln sie immer mehr Emotionen und Bedürfnisse, wenn sie sie nicht vorher schon inne hatten.
    Black and White
    – Hier kannst du unter anderem deine Kreatur in Form eines Tieres (Du selbst bist Gott) solange schlagen und anderweitig quälen, bis sie dir gehorcht. Selbst die gewaltfreie Erziehung geschieht unter dem Gesichtspunkt eine möglichst effektive Kreatur zu erhalten.

    Weitere Spiele die sich gut zum Diskutieren eigen sind meiner Meinung nach Call of Duty – Ghosts (Hund) und Harvest Moon/Stardew Valley/Rune Factory (Darstellung von Nutztieren).

    Hoffentlich konnte ich einen kleinen Anreiz dazu geben, sich über Darstellung und Wahrnehmung von Tieren in Spielen Gedanken zu machen und vielleicht sogar im Podcast zu diskutieren.
    Liebe Grüße
    ONEVA

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