Buchveröffentlichung „Retro-Games und Retro-Gaming“

An dieser Stelle möchten wir als Kolloquium auf eine Buchveröffentlichung hinweisen, an der sich (neben bereits etablierten Wissenschaftlern wie z.B. Stefan Höltgen oder Jochen Koubek) einige Mitglieder mit lesenswerten Beiträgen beteiligt haben: Retro-Games und Retro-Gaming von Ann-Marie Letourneur, Michael Mosel und Tim Raupach, erschienen im vwh-Verlag.

Die einzelnen Beiträge der Kolloquiumsmitglieder sind von Thomas Bendels („Demakes – Rückwärtsgewandte Re-Inszenierungen von Videospielen“), Kevin Pauliks („Congratulations on Your Recent Death!“), Bernhard Runzheimer („On Top of the List – Bildschirmspiel-Highscores im Spannungsfeld von Selbstdarstellung und Kunst“), Stefan Simond („Lara Croft und die Abenteuer des verlorenen Selbstbewusstseins“), Sabrina Strecker („Longing for the Past – Von Retro-Kultur und Nostalgie in Fallout: A Post Nuclear Role Play Game“), Jennifer Wergin („Wartestandsanimationen – die komisch-selbstreflexive Reaktion einer Avatargeneration“) und Julian Zschocke („New Super retro Mario Bros.“).

Und da wir uns nicht allzusehr selbst auf die Schulter klopfen wollen (und wir uns aus Objektivitätsgründen auch nicht selbst rezensieren können oder wollen), lassen wir an dieser Stelle die Herausgeber zu einigen sehr prägnanten Worten bezüglich des Inhalts kommen:

Der Retro-Begriff erfreut sich in der zeitgenössischen Gameskultur einer enormen Beliebtheit. Die Verwendung des Präfix Retro steht dabei nicht selten in Verbindung mit einer nostalgischen Sehnsucht nach der Verfasstheit älterer Software- und Hardwaregenerationen. Der Diskurs um Retro-Games und Retro-Gaming beschäftigt sich aber längst nicht mehr nur mit ‚alten’ Spielen. Inzwischen widmet sich eine neue Generation von Spieleentwicklern intensiv der Rekombination stilistischer und bedienkonzeptueller Merkmale: Pixel-Art-Grafik und ehemals beliebte Spielprinzipien erfahren auf diesem Weg eine mediale Wiederbelebung und werden somit für und durch eine neue Generation von Spielern im zeitgenössischen Erfahrungsraum aktualisiert.

Der Sammelband vereint Beiträge, die sich dem äußerst vielfältigen und reichhaltigen Phänomen aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven widmen. Dabei werden nicht nur die Verfasstheit von Retro-Games oder deren Spezifika beleuchtet, sondern auch die Relevanz und das Potenzial des Phänomens für die zeitgenössische Gamingkultur. Das Buch ist reichhaltig bebildert und richtet sich nicht nur an Spieleforscher, sondern auch an erfahrene Spiele-Enthusiasten, die das Medium und seine Entwicklung schon länger verfolgen und sich für die facettenreiche Diskussion über Retro-Games und Retro-Gaming interessieren.

Das Inhaltsverzeichnis findet sich hier.

Das Buch mit der ISBN-Nummer 978-3-86488-078-0 kostet 30,80 € und kann entweder direkt bei vwh oder bei den einschlägigen Bestelldiensten geordert werden.

 

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Über Bernhard Runzheimer

Bernhard Runzheimer (br) ist ausgebildeter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und arbeitete mehrere Jahre in diesem Beruf, bis er von existenziellen Sinnfragen an die Uni getrieben wurde. Von 2011 bis 2014 absolvierte er als Jahrgangsmethusalem den Bachelorstudiengang Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Obwohl er aufgrund seines fortgeschrittenen Alters von Mitte 30 die Vorlieben seiner Kommilitonen für Pokemon, Transformers-Filme und ausschweifende Partys nicht wirklich teilt, hat er sich trotzdem dafür entschieden, zusätzlich den M.A. Medien und kulturelle Praxis in Marburg zu studieren. Er arbeitet als Redakteur von MEDIENwissenschaft Rezensionen | Reviews am Institut für Medienwissenschaft, ist Gründungsmitglied und ehemaliger Chefredakteur des studentischen Game Studies-Kolloquiums der Philipps-Universität Marburg und Redakteur/Admin bei pixeldiskurs.de.

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