Vier gute Gründe, die WASD #4 zu lesen

„LEVEL UP!“, schallmeiert es vom Cover der vierten WASD. Die Zukunft der Games-Kultur auf 205 Seiten. Ich mag Games, ich mag Kultur und ich glaube auch, dass beides miteinander eine Zukunft hat. Warum also nicht zuschlagen, die 15,90 Euro im Online-Shop hinblättern und eine Reihe inspirierender Artikel von großen und kleinen AutorInnen verschlingen?

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Nach eingehender Untersuchung stelle ich fest, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Art Buch handelt; präziser: ein Bookzine. Der geneigte „Arschlochgamer“1 fragt jetzt berechtigterweise: „Wozu soll ich ein Buch lesen, wenn es das Internet gibt?!“ Hier gleich vier verdammt gute Gründe, den bedruckten Baumfasern etwas Beachtung zu schenken.

  1. Die WASD sieht verdammt gut aus! Auf dem Nachttisch, im Bücherregal und selbst als Untersetzer für ein Glas Spätburgunder macht sich das Design ganz hervorragend. Guybrush Threepwood ziert gemeinsam mit einem schnittigen DeLorean DMC-12 das Cover; die Illustrationen der Artikel oszillieren irgendwo zwischen künstlerisch, satirisch und innovativ.

  2. Die WASD ist verdammt gut geschrieben! Jenseits der vermeintlichen Objektivität etablierter Gaming-Magazine bietet die WASD eine angenehme Alternative ohne jemals abgehoben, überheblich und unverständlich zu werden. Sie ist interessant und inspirierend, hat Humor und Tiefgang. Sie ist ein Potpourri journalistischer Beiträge mit kulturwissenschaftlichen Anleihen.

  3. Die WASD ist verdammt schlank und knackig! Die einzelnen Beiträge – unter anderem von Robert Glashüttner, Rudolf Inderst, Christian Huberts und Thomas Lindemann – artikulieren konkrete Gedanken, lassen in ihrer Kreativität nicht nach und jederzeit Spielraum zum Grübeln.

  4. Die WASD ist ein verdammtes Unikat! Nachdem die GEE in die ewigen Jagdgründe des Gaming Journalismus eingegangen ist, bleiben im deutschsprachigen Raum nur wenige Print-Publikationen (keine, um genau zu sein), die Videospiele derart respektvoll und unter Anerkennung ihrer kulturellen Relevanz betrachten.

Obwohl meine persönliche Liste keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, sollten diese vier verdammt (!) guten Gründe dennoch Impetus genug sein, den Schinken mindestens zu kosten. Zwar vermisse ich nach wie vor ein vollständiges Inhaltsverzeichnis, das macht die WASD insgesamt aber weder schlecht noch schlechter. Weitere Infos inklusive einer digitalen Leseprobe gibt’s auf www.wasd-magazin.de.

1 Der unterschwellig wertende Begriff stammt von Rainer Sigl aus der dritten WASD, Seite 100.
Vielen Dank dafür!

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Über Stefan Heinrich Simond

Stefan Heinrich Simond (shs) arbeitet am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg, bereitet eifrig seine Promotion vor und studiert nebenher im Master Philosophie. Er ist nicht nur Musiker und Autor, sondern verachtet auch leidenschaftlich Videospiele – jeden Sonntag im Pixeldiskurs-Podcast.

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